Physik vs Metaphysik

Metaphysik / Bewusstsein


Der Begriff der Metaphysik geht auf Aristoteles zurück (384-322 v.Chr.) und hat sich mit der Zeit gewandelt. Man findet heute mehrere Definitionen.

 

Mit Metaphysik meinen wir all jene Bereiche, die jenseits der Physik liegen und nicht mit wissenschaflichen Methoden erfassbar sind. Neben dem Übersinnlichen, Seelischen, Geistigen und Spirituellen zählen wir auch subjektive Erlebnisse und Erfahrungen hinzu sowie das Phänomen des Bewusstseins an sich. Es versteht sich von selbst, dass metaphysische Konzepte auf subjektiven Erfahrungen und Annahmen beruhen, respektive auf Überlieferungen und Offenbarungen, die in den Glaubensbereich fallen, da sie nicht weiter objektiv überprüfbar und oft auch spekulativ sind. 

 

Durch denn immensen Erfolg der Wissenschaft, insbesondere der Physik, welche grundlegende Naturgesetze entschlüsselt und einen beispiellosen Technologieschub ermöglicht hat, ist die Metaphysik mit ihren zahlreichen Bereichen wie Religion, Spiritualität, Esoterik, Astrologie, Grenzwissenschaft usw. in Verruf geraten. Sie gilt heute bei vielen als unmodern, abergläubisch oder rückständig. Doch oft wird hierbei vergessen, dass ein rein wissenschaftliches Weltbild materiell, rational und kalt, ja sozusagen tot ist und somit weder dem Menschen noch dem Mysterium des Lebens gerecht werden kann. Da die jetzige Erkenntis und Realitätssicht nicht etwa eine zeitlose Wahrheit darstellt, sondern vielmehr eine Funktion des sich stets weiter entwickelnden Bewusstseins ist, wird das gegenwärtig rationale, wissenschaftliche Weltbild nicht der Weisheit letzter Schluss sein. 

 

Eine differenzierte Analyse der Bewusstseinsentwicklung hat der Kulturphilosoph Jean Gebser (1905-1973) in seinem Hauptwerk "Ursprung und Gegenwart" beschrieben. Nach Gebser verläuft sie wie folgt:
   - Archaische Bewusstseinsstruktur
   - Magische Bewusstseinsstruktur
   - Mythische Bewusstseinsstruktur

   - Mentale Bewusstseinsstruktur
   - Integrale Bewusstseinsstruktur

Realität ist eine Funktion des Bewusstseins

Eine neue Bewusstseinsstruktur und damit auch eine neue Sicht der Dinge dämmert jeweils dann herauf, wenn das vorhergehende Weltbild defizient wird und zunehmend Nachteile zeitigt. Die Übergänge sind fliessend. Die jeweils nachfolgende Bewusstseinsstruktur beinhaltet/ umfasst die vorangegangene(n), weshalb Gebser auch von Bewusstseinsdimensionen spricht. Gemäss seiner Analyse befindet sich unsere Epoche am Übergang von der Mentalen zur Integralen Bewusttseinsdimension. Diese charakterisiert er als ganzheitlich, aperspektivisch, zeitfrei und durchscheinend (diaphan). 

Im Unterschied zur mentalen Bewusstseinsstruktur, in der sich durch das Erwachen des rationalen Verstandes ein individualisiertes Ich herausschält, das durch objektive Betrachtung die Welt wissenschaftlich erforscht und vermisst (und sich dadurch auch getrennt von ihr fühlt), erreicht der Mensch in der neuen Integralen Bewussteinsdimension Ganzwerdung und die Wiederherstellung des  ursprünglichen, unverletzten Zustandes, indem er über sein Selbst  hinauswächst.

Hier schliesst sich sozusagen der Kreis. Das neue Integrale Bewusstsein ist den frühen Bewusstseinsstrukturen in gewissen Aspekten näher/ähnlicher als das Mentale Bewusstsein der Trennung. Das kann zu Verwechslungen und einem Rückfall in Aberglauben führen, wie der Bewusstseinsforscher Ken Wilber in einem seiner Bücher kritisch bemerkt hat. Das Entwicklen einer entsprechenden Unterscheidungsfähigkeit, die allerdings nicht allein auf Rationalität und objektivem Wissen aufbauen kann, sondern den Mut zu direktem Erleben (sich unveingenommen einlassen) und Selbsttranszendenz (Tiefendimension) erfordert, ist Teil dieses spannenden Übergangs und erfordert Zeit und Efahrung. 

 

Wir haben uns zu dieser kurzen Erklärung/Gegenberstellung entschieden, um die metaphysischen Aspekte unserer Arbeit zu begründen. Starcon Sternenlicht-Produkte und ihr metaphysisches Potential sind ein Ausdruck der neuen, Integralen Bewusstseinsstruktur. Sie sind RaumZeit überbrückend, aperspektivisch, durchscheinend/transparent, verbinden mit dem Ursprung/dem Kosmos und verkörpern Ganzheit (Himmel und Erde). 

Der Ursprung ist immer gegenwärtig. Er ist kein Anfang, denn aller Anfang ist zeitgebunden. Und die Gegenwart ist nicht das blosse Jetzt, das Heute oder der Augenblick. Sie ist nicht ein Zeitteil, sondern eine ganzheitliche Leistung, und damit auch immer ursprünglich. Wer es vermag, Ursprung und Gegenwart als Ganzheit zur Wirkung und Wirklichkeit zu bringen, sie zu konkretisieren, der überwindet Anfang und Ende und die bloss heutige Zeit.

 

 (Jean Gebser)

 

 

 

 

 

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